Minden und Hamm im Derby „light“
Bundesliga | 02. Okt 2015

Wenn man bei GWD Minden in der 2. Handball-Bundesliga auf so etwas wie ein Derby wartet, dann kommt die Partie am kommenden Wochenende dem schon recht nahe. Die Dankerser reisen in das nur 100 Kilometer entfernte Hamm und treffen auf einen Klub, mit dem es viele Berührungspunkte gibt.

„Höhenflug in der zweiten Bundesliga“ titelte der Westfälische Anzeiger zu Wochenbeginn über den ASV Hamm. Grund für die Lobesarie war eine Serie von drei Siegen in Rostock, in Neuhausen und vor eigenem Publikum gegen den haushohen Favoriten aus Erlangen. Gerade den Erfolg gegen die Süddeutschen dürfte man an der Weser mit gemischten Gefühlen gesehen haben. Einerseits ist jeder Punktverlust der vermeintlichen Mitfavoriten natürlich willkommen, andererseits verdeutlicht das noch einmal die Schwere der Aufgabe am Tag der Deutschen Einheit. Nach eher durchwachsenem Saisonstart hat der ASV nun also die berühmte Kurve gekriegt und dürfte am Samstag den Kontrahenten aus Ostwestfalen mit breiter Brust empfangen. „Uns erwartet ein Gegner von allerhöchster Qualität. Die können gegen jede Mannschaft in der zweiten Liga und auch gegen manchen Erstligisten bestehen“, weiß auch Mindens Frank Carstens.

Dass der ASV mit 9:5 Punkten derzeit auf Platz 4 der Tabelle rangiert, ist auch ein Verdienst einiger Akteure mit GWD-Bezug. Mittelmann Stephan Just und sein Nebenmann Markus Fuchs haben ebenso eine grün-weiße Vergangenheit wie Trainer Niels Pfannenschmidt. Dessen Team zeigt vor allem in der Defensive seine Qualitäten und konnte sich zuletzt auf einen hervorragenden Tomas Mrkva im Tor verlassen. „Im Angriff spielen sie sehr dynamisch und machen viel Druck über die zweite und dritte Welle“, beschreibt Frank Carstens weitere Vorzüge des Gegners. Vom deutlichen 21:16-Pokalerfolg dürfe man sich nicht blenden lassen, so der Trainer: „Auch das war ein verdammt hartes Spiel. Außerdem hatte Hamm damals noch einige Ausfälle und jetzt sind sie wieder komplett.“

Komplett werden die Grün-Weißen dagegen am Samstag wahrscheinlich nicht auflaufen können. Auch wenn Magnus Jernemyr in der Woche wieder die ersten vielversprechenden Versuche im Training unternommen hat und Dalibor Doder und Aleksandar Svitlica trotz Trainingsrückstand dabei sein dürften, gibt es neue Baustellen. Florian Freitag fällt, wie schon in der Vorwoche, mit einer Schulterverletzung aus und auch Miladin Kozlina steht wegen eines Muskelfaserrisses in der Wade auf der Kippe. „Gegen die starke Abwehr des ASV müssen wir uns gut bewegen und brauchen außerdem einen ordentlichen Rückzug“, fordert Frank Carstens von seinem Team und im Hinblick auf die bisherigen Spiele scheint klar: „Wir brauchen leistungsmäßig einen Sprung, um in Hamm zu gewinnen.“

Auch wenn die GWD-Spieler in der Westpress Arena ein wahrer Hexenkessel erwarten dürfte, geht man auf Seiten der Gastgeber fest davon aus, dass die Partie nicht ausverkauft sein wird. Für alle GWD-Fans gibt es also noch die Gelegenheit, sich spontan auf den Weg zu machen und das Team bei der schweren Auswärtsaufgabe zu unterstützen. Die Partie wird um 19.15 Uhr angepfiffen.

© GWD Minden – bra

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