Minden ringt HSG Wetzlar nieder
Saison 13/14 Spielberichte | 30. Mrz 2014

Wetzlar begann mit dem ehemaligen Mindener Evars Klesniks im rechten Rückraum. Der kroatische Superstar Ivano Balic saß zunächst nur auf der Bank und sah eine gute Anfangsphase seiner Mitspieler. Nach acht Minuten stand es bereits 4:0 für die Hausherren. Der GWD Rückraum um Südmeier, Bilbija und Steinert tat sich mit der kompakten 6:0-Abwehr der Heimmannschaft zunächst sehr schwer und traf erst in der 9. Minute zum 4:1. Einen Angriff später erzielte Rambo zum 5:2 sein erstes Tor und der gesamte Rückraum fand sich spielerisch immer besser zurecht. Es waren Sören Südmeier und Aljoscha Schmidt in Unterzahl, die auf 6:4 verkürzen konnten. Der GWD-Abwehr fehlte in den ersten zwanzig Minuten die Abstimmung und immer wieder fanden einfache Würfe den Weg in das Tor von Jens Vortmann, der seine Mannschaft aber noch vor einem höheren Rückstand bewahren konnte. Beim 7:5 in der 18. Minute knallte Bilbja den Ball an die Latte und die Hessen erhöhten im Gegenzug wieder auf den Drei-Tore-Vorsprung. Mindens Trainer Perkovac nahm in der 21. Minute seine erste Auszeit und stellte seine Jungs besser auf die Angreifer der HSG ein. Christoffer Rambo verkürzte nach dem Timeout wieder auf zwei Tore (9:7). Die Dankerser waren jetzt besser im Spiel und hatten sich nach der Anfangsnervosität sehr gut auf die 6:0 Deckung eingestellt. Beim 9:8 nach 23 Minuten musste auch Trainer Kai Wandschneider seine Auszeit nehmen und wechselte Mittelmann Ivano Balic ein. Er sollte das HSG-Angriffsspiel neu beleben und weiter Akzente setzen. Die Deckung um Anders Oechsler hatte sich aber gefangen und stand in dieser Phase besser, auch gegen Balic. Das 11:8 erzielte Kevin Schmidt per Kempa-Trick und zeigte den Dankersern für die zweite Halbzeit dadurch nochmal die abzustellenden Schwächen auf. Rambo traf im ersten Durchgang schon vier Mal und hielt Minden dadurch auf Schlagdistanz.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit war Minden in Ballbesitz und Steinert hämmerte den Ball direkt zum 13:12 in die Maschen. Im folgenden Angriff rannte sich Bilbija bei angezeigtem Zeitspiel in der Wetzlarer Abwehr fest und vergab dadurch die Chance weiterhin den Ein-Tore-Rückstand zu halten. Jetzt kam Torhüter Jens Vortmann richtig in Fahrt und hielt seine Farben beim 15:13 (37.) mit einer Doppelparade im Spiel. Bilbija wuchtete den Ball anschließend zum 15:14 in die Maschen. Wieder war ist es Vortmann, der  hervorragend in die zweite HZ gekommen war, der einen Konter von Kevin Schmidt abwehren konnte. Nachdem Wetzlar 17:14 davonziehen konnte, brachten Regisseur Dalibor Doder und Kraftpaket Oliver Tesch die Grün-Weißen mit zwei schnellen Toren auf 17:16 wieder in die Nähe des Gegners. Tesch hätte auch ausgleichen können, verwarf aber unglücklich über das gegnerische Tor. Der Schwede Anders Persson, der aber der 41. Minute für Vortmann das GWD-Tor hütete, schließt sich an die Leistung des Vorgängers an und hält überragend. Beim 18:18 konnte Rückraumschütze Nenad Bilbija den ersten Ausgleich für die Perkovac-Schützlinge erzielen. Die Mannschaft von der Weser spielte in der Defensive aufopferungsvoll. Im Angriff wurden immer wieder durchdachte Spielzüge gespielt, aus denen einfache Treffer resultierten. In der 51. Spielminute ging ein Schock durch die Rittal Arena, als Ivano  Balic ohne Fremdeinwirkung verletzt am Boden liegen bleibt und auch nicht mehr weiterspielen konnte. Der Mittelblock um Tesch, Torbrügge und Oechsler spielte sich in einen Rausch, Persson im Tor machte den HSG-Angreifern das Leben schwer und schien unüberwindbar zu sein. Nach 52 gespielten Minuten konnte Dankersen Dank Rambo, der mit einem platzierten Wurf aus 10 Meter Entfernung einnetzte, die erste Führung verzeichnen. Bei dem anschließenden Ausgleichstreffer von Wetzlars Tobias Reichmann in der 53. Minute kam es zu einer Rudelbildung auf dem Spielfeld und es folgten Zeitstrafen gegen Reichmann und Aljoscha Schmidt, der eigentlich nicht beteiligt war. Perkovac nahm seine Auszeit und gab die Richtung für die letzten Minuten vor. Rambo schien am besten zugehört zu haben und erhöhte auf 21:22. Durch einen geblockten Ball von Abwehrspezialist Nils Torbrügge, konnte Bilbija im Gegenzug auf 21:23 erhöhen. Wetzlar hat sich zu diesem Zeitpunkt schon aufgegeben und lässt die Mindener ohne Gegenwehr werfen. GWD bedankte sich mit den Treffen zum 21:24 und 21:25. Das Spiel war entschieden und die Sieger feierten den zweiten Auswärtssieg dieser Saison ausgelassen.

Stimmen zum Spiel:

Goran Perkovac: „Es war ein faires und gutes Handballspiel. Qualitativ kann man sich zwar noch mehr wünschen, aber es war sehr kampfbetont und man hat gemerkt, dass es für beide Mannschaften noch immer um was geht. In der ersten Halbzeit haben wir einige Bälle verschenkt und noch nicht gut gespielt. In der zweiten Halbzeit haben wir durch Bilbija und Rambo einfache Tore aus der zweiten Reihe geworfen. Das war für Wetzlar schwer zu verteidigen. Meine Mannschaft hat gezeigt, dass die Qualität vorhanden ist, auch auswärts zu gewinnen. Glückwunsch an das Team zu diesem Sieg. Ich wünsche Ivan und der Mannschaft von Wetzlar noch alles Gute und zukünftigen Erfolg.“

Kai Wandschneider: „Glückwunsch an Goran und GWD zum verdienten Sieg. Ohne die Mindener Leistung schmälern zu wollen: Es war eine katastrophale Leistung von meiner Mannschaft. Auf jeder Position haben die Spieler seit langem nicht mehr so schlecht gespielt. Man kann auch sagen, dass Jens Vortmann unsere Torhütern mit seinen Paraden bei weitem in den Schatten gestellt hat. Ich entschuldige mich bei unserem Publikum, die bei der Stimmung mehr verdient hatten. Der Muskelfaserriss von Ivano Balic hat uns in der Phase wehgetan. Wir sind immer noch im Abstiegskampf und die Unerfahrenheit der Mannschaft zeigt sich daran, dass manche Spieler meinen, 23 Punkte würden wohl für den Klassenerhalt reichen. Nächste Woche wird schweres Training gemacht und viele Einzelgespräche geführt. So darf man kein Handball spielen.“

Torschützen GWD: Christoffer Rambo (8), Nenad Bilbija (8), Christoph Steinert (3/1), Dalibor Doder (2), Sören Südmeier (2), Oliver Tesch (2), Aljoscha Schmidt (1).
Im Tor: Jens Vortmann (1.-40.), Anders Persson (40.-60.).
Torschützen HSG: Steffen Fäth (4), Kent Robin Tönnesen (4), Kristian Bliznac (3), Kevin Schmidt (3), Tobias Hahn (2), Tobias Reichmann(2), Jens Tiedtke (2), Ivano Balic (1), Adnan Harmandic (1), Evars Klesniks (1)
Im Tor: Magnus Dahl (1.-45.), Andreas Wolff (45.-60.).

Spielfilm: 3:0 (5.), 5:1(10.), 6:4 (15.), 8:6 (20.), 10:8 (25.), 13:11 (30.), 15:13 (35.), 16:14 (40.), 18:17 (45.), 20:19 (50.), 21:22 (55.), 23:26 (60.).
Strafminuten: Tesch (14.), Schmidt (53.), Bilbija (59.) – Prieto Martos (29.), Balic (43.), Reichmann (53.)
Zuschauer: 4.000
Schiedsrichter: Peter Behrens und Marc Fasthoff

©  GWD Minden – lha

 

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