Keine Geschenke mehr verteilen
Bundesliga | 20. Okt 2016

Am kommenden Samstag ist der SC Magdeburg zu Gast in der heimischen KAMPA-Halle. Magdeburg reist mit einer Serie von drei Siegen in Folge an die Weser. GWD Minden wird alles daran setzen, die Siegesserie des SCM zu stoppen und an das positive Heimspielerlebnis gegen den HC Erlangen anzuknüpfen. Anpfiff ist um 19:00 Uhr.

Nach den Erfolgen gegen die HSG Wetzlar (30:26), den TVB Stuttgart (32:31) und die HBW Balingen-Weilstetten (26:22) belegt das Team von Bennet Wiegert den sechsten Tabellenplatz. Die Magdeburger wollen ihre aktuelle Form an der Weser bestätigen. GWD Minden dagegen rutschte nach der Niederlage in Hannover auf Platz 15 ab. Die Grün-Weißen wollen der erneuten Drucksituation durch eine couragierte Leistung in eigener Halle entkommen. Die Zuschauer erwartet ein kampfbetontes Spiel gegen einen gut aufspielenden Gast aus Magdeburg.

Am vergangenen Wochenende feierten die Sachsen-Anhaltiner einen 26:22-Heimsieg gegen Balingen, bei dem vor allem die Abwehrreihe um einen gut aufgelegten Jannick Green das Spielgeschehen bestimmte. Bei dieser torarmen Partie ragte Außenspieler Robert Weber (8 Tore) als Haupttorschütze heraus. Akteure wie Gerrie Eijlers, unser Kapitän Moritz Schäpsmeier und Trainer Frank Carstens sind keine Unbekannten an der Elbe. Alle drei verbindet eine Vergangenheit mit dem SCM. Der Magdeburger Kapitän Fabian van Olphen spricht dabei von einem „Kampf um zwei Punkte beim Wiedersehen von Freunden“. Ob Spielmacher Marko Bezjak nach seiner Verletzung (Bänderdehnung im  Sprunggelenk) aus dem Balingen-Spiel  gegen Minden wieder auflaufen kann, wird sich am Samstag zeigen.

Vor dem kommenden Heimspiel meldete sich Geschäftsführer Horst Bredemeier zu Wort. Nach dem ersten Viertel der Saison zeigt sich Bredemeier mit der Punkteausbeute zufrieden. Demgegenüber bemängelt er aber Phasen wie in den Spielen gegen Göppingen, Kiel und Hannover, in denen die Mannschaft jegliche Spannung und Körpersprache vermissen ließ. In diesen Phasen liesse sich die Mannschaft „die Butter vom Brot nehmen“ und gäbe komplette Spiele aus der Hand, so Bredmeier. Damit appelliert er an das Team, die nötige Spannung über die gesamte Spieldauer aufrechtzuerhalten.  Dem stimmt Trainer Frank Carstens zu und weiß, dass sich seine Schützlinge in diesen Phasen „unter Wert“ verkauft haben.  Er verlangt von seinem Team länger, an der Marschroute festzuhalten, das Spiel im Kollektiv zu verbessern und „Feuerwehraktion“ zu vermeiden. Carstens weiß, dass die Magdeburger technische Fehler über ihre Außenspieler Grafenhorst, Weber und Musche bedingungslos bestrafen. Vor allem im Duo Bezjak-Damgaard  sieht der Mindener Trainer ein einmaliges Weltklassegespann, welches der grün-Weißen Deckung alles abverlangen wird. Aufgabe wird es sein, Damgaards Aktionen einzuschränken und diszipliniert abzuschließen.

Carstens blickt auf eine für ihn persönlich „extrem tolle und intensive Zeit in Magdeburg“ zurück, sieht aber zugleich auch einen Vorteil in der guten Kenntnis des Gegners. Durch eine konzentrierte Leistung und lautstarker Unterstützung von den Rängen wollen die Grün-Weißen keine Geschenke mehr verteilen und die Punkte in der Kampa-Halle behalten.

© GWD Minden – pook

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