Jetzt wird es eng!
Saison 14/15 Spielberichte | 21. Feb 2015

Zwei Treffer von Christoph Steinert und Dalibor Doder bescherten den Dankersern einen Einstand nach Maß. Dann aber offenbarte sich, warum die Grün-Weißen in der Vergangenheit so häufig Probleme hatten, ihre Spiele erfolgreich zu gestalten. Viele Angriffszüge der Hausherren verpufften, weil aus ungünstigen Positionen abgeschlossen wurde. Aber auch einige sichere Chancen ließ das GWD-Team ungenutzt. In der Abwehr bekam man vor allem Mittelmann Viktor Szilagy, nicht in den Griff, der phasenweise schalten und walten konnte wie er wollte. Dass Miladin Kozlina bereits nach einer Viertelstunde seine zweite Hinausstellung kassiert hatte, verbesserte die Ausgangssituation der Perkovac-Sieben auch nicht. So waren die Grün-Weißen weit davon entfernt, das Spiel unter Kontrolle zu bekommen. Das Team verkrampfte zusehends, es fand sich niemand, der Verantwortung übernehmen wollte und konnte. Nur Christoph Steinert und Aleksandar Svitlica waren in der Lage, ihr Potential abzurufen und zeichneten sich für einen Großteil der GWD-Treffer verantwortlich. Auch beide Torhüter konnten in den ersten 30 Minuten immerhin zehn Paraden verbuchen und zählten damit zu den Lichtblicken im GWD-Team.

Das 6:5 nach zehn Minuten war die letzte Führung der Mindener vor der Pause. Danach übernahmen die Gäste die Kontrolle und erspielten sich bis zum Wechsel einen durchaus komforartikel 16:12-Vorsprung. Nach der Pause kam Bewegung in die Partie, die nun zunehmend hektischer wurde. Die Grün-Weißen kämpften und bekamen so wenigstens mehr Stabilität in die Abwehr, die einige Bälle eroberte. Im Abschluss haperte es aber weiterhin und so gestaltete sich die Aufholjagd als mühsames Unterfangen. Im Verlauf des zweiten Durchgangs häuften sich dann aber auch bei den Gästen die Fehler und die Grün-Weißen witterten ihre Chance. Beim 18:20 (44.) waren die Dankerser zum ersten Mal wieder auf 2 Tore herangekommen, zehn Minuten vor dem Ende verkürzte Aleksandar Svitlica vom Siebenmeterpunkt auf 22:23. In der KAMPA-Halle standen die Zeichen auf Umbruch, doch die Hoffnung war nur von kurzer Dauer. Fehlversuche von Dalibor Doder und Aljoscha Schmidt sowie eine Zeitstrafe gegen Magnus Jernemyr besiegelten das Schicksal des GWD-Teams. Auch die offene Deckungsvariante brachte den Hausherren in den letzten Minuten nichts mehr ein. Nach dem 28:30-Niederlage gehen die Grün-Weißen nun mehr denn je schweren Zeiten entgegen.

Stimmen zum Spiel:
Goran Perkovac: „Der BHC hat sich heute sehr stabil präsentiert. Unseren Angriff haben Sie auf 12 Metern schon zerstört. Wir haben das Spiel ganz klar in der ersten Halbzeit verloren. Da waren ein paar Aktionen dabei, die einfach nicht zum Handball gehören. Nach der Pause sind wir noch einmal gekommen, aber haben die Wende einfach nicht geschafft. Ich habe der Mannschaft gesagt, dass ich das Spiel auf meine Kappe nehme, weil ich es mir nicht gelungen ist, ein diszipliniertes Team auf die Platte zu bringen.“

Sebastian Hinze: „Wir haben hier heute unser Ziel erreicht. Wir haben in der ersten Halbzeit sehr gut gedeckt und das Spiel gut gesteuert. Nach der Pause haben wir uns ein paar technische Fehler erlaubt und so wurde es etwas holprig. Kämpferisch waren wir aber immer voll da und haben so gewonnen.“

Torschützen GWD: Aleksandar Svitlica (11/2), Christoph Steinert (5), Miladin Kozlina (5), Dalibor Doder (4), Aljoscha Schmidt (3/1),
Im Tor: Gerrie Eijlers (1.-21. und 40.-60. mit 13 Paraden), Jens Vortmann (21.-40. mit 6 Paraden).

Torschützen BHC: Milos Dragas (6), Arnor Gunnarsson (5/1), Fabian Gutbrod (4), Kristian Nippes (4), Viktor Szilagyi (4), Benjamin Meschke (3), Maximilian Hermann (1), Christian Hoße (1), Alexander Oelze (1), Moritz Preuss (1).
Im Tor: Mario Huhnstock (1.- 49. mit 8 Paraden), Björgvin Gustavsson (49.-60. mit 1 Parade)

Spielfilm: 3:1 (5.), 6:5 (10.), 7:7 (15.), 8:9 (20.), 9:12 (25.), 12:16 (30.), 14:18 (35.), 15:20 (40.), 18:21 (45.), 21:23 (50.), 25:26 (55.), 32:23 (60.).

Strafminuten: Kozlina (12., 16.), Svitlica (43., 35.), Torbrügge (44.), Jernemyr (56.) – Weiß (9., 34.), Meschke (22., 30.), Preuß (50.).
Zuschauer: 2.770

Schiedsrichter: Robert Schulze und Tobias Tönnies

  

 
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