In Schwartau soll ein positiver Jahresabschluss her
Bundesliga | 17. Dez 2015

Der Traum vom Pokalfinale ist ausgeträumt, aber das Ziel „Wiederaufstieg“ haben die Handballer von GWD Minden weiterhin fest vor Augen. Mit einem Erfolg beim VfL Bad Schwartau könnten die Grün-Weißen am Freitagabend (19.30 Uhr) einen zufrieden stellenden Schlussstrich unter die erste Saisonhälfte ziehen.

Enttäuschung und Ärger in positive Energie umzulenken ist momentan die vordringlichste Aufgabe von Frank Carstens. Nicht einmal 48 Stunden bleiben dem GWD-Coach, um sein Team nach dem unglücklichen Viertelfinal-Aus im DHB-Pokal wieder aufzurichten und für die letzte Aufgabe im Jahr 2015 fit zu machen. Dabei fällt Carstens die Suche nach Mut machenden Aspekten gar nicht schwer: „Das war in Wuppertal von der Mannschaftsleistung her unser bestes Spiel. Vor allem handballtaktisch haben wir das richtig gut gemacht. Letztlich haben nur die individuellen Leistungen nicht immer gepasst.“

Am Freitag treffen die Dankerser auf einen Gegner, der mit 18:20 Punkten im Moment den elften Tabellenplatz belegt. In einer homogenen Mannschaft sind Jan Schult und Daniel Pankofer die treffsichersten Akteure. „Pankofer ist die Konstante im Spiel, der zieht die Fäden“, sagt auch Frank Carstens. Darüber hinaus weist der 44-Jährige auf die körperlich robuste Deckung des VfL Bad Schwartau hin, der mit Dennis Klockmann dazu einen herausragenden Torhüter besäße. Nach dem Hexenkessel in der mit knapp 2.000 Zuschauern gefüllten Unihalle erwartet die Ostwestfalen auch in Bad Schwartau wieder eine stimmungsvolle Kulisse. Man rechnet in Schleswig-Holstein mit einer zumindest annähernd ausverkaufen Halle. „Für uns ist die Partie eine schwierige aber auch sehr interessante Aufgabe, auf die wir uns freuen. Wir werden versuchen die Atmosphäre der Hansehalle aufzunehmen und alles tun um den Favoriten zu ärgern und dann sehen wir mal weiter“, lässt VfL-Trainer Torge Greve verlauten.

Auf Mindener Seite könnte bis zum Anpfiff noch etwas Bewegung in den Kader kommen. Kim Sonne ist am Mittwoch beim Warmmachen umgeknickt. Hinter seinem Einsatz steht noch ein Fragezeichen. „Sollte er nicht spielen können, wäre auf jeden Fall Joel Birlehm dabei“, verrät Frank Carstens. Darüber hinaus vertraut der Trainer wieder Jannik Jungmann, dem er für das Pokalspiel „eine tolle Leistung“ attestierte. Als dritter Nachwuchsspieler wird wahrscheinlich Max Staar die Reise in den Norden antreten. Mit Marten Franke treffen die GWD-Youngster in Schwartau auf einen alten Bekannten aus der GWD-Reserve. Allerdings ist der Linkshänder nach einer schweren Knieverletzung noch nicht wieder auf der Platte.

„Alle sind nach dem schweren Programm der letzten Wochen im Moment sehr angespannt. Wenn wir das Spiel in Schwartau noch einmal ordentlich über die Bühne bekommen, können wir alle durchatmen. Und das ist auch nötig“, sagt Frank Carstens, der seine Mannschaft nach einer Regenerationseinheit am Samstag in die Weihnachtsferien entlassen wird.

© GWD Minden – bra

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