In Nordhorn wird es schwer!
Bundesliga | 18. Okt 2015

Zum zweiten Mal in dieser Woche muss GWD Minden eine Auswärtsaufgabe erfüllen. Der weiten Reise nach Coburg folgt am Sonntag die deutlich kürzere Fahrt zur HSG Nordhorn-Lingen. Anwurf in der fast ausverkauften Lingener EmslandArena ist um 17.00 Uhr

Viel Zeit, sich über die tolle Leistung und den Erfolg beim Tabellenführer zu freuen, blieb den Schützlingen von Frank Carstens seit Mittwoch nicht. Schon schnell galt die Konzentration wieder dem nächsten Programmpunkt im straffen Oktober-Spielplan. „Wir fahren jetzt heim und bereiten uns ab morgen auf Nordhorn vor. Der Oktober ist ein harter Monat. Da kann man viel gewinnen, aber auch viel verlieren“, hatte der Coach nach dem Spiel in Coburg zu Protokoll gegeben.

Dabei können die Grün-Weißen mit ihrer bisherigen Bilanz durchaus zufrieden sein. Drei Erfolge gegen Hamm, Rimpar und eben Coburg stehen bislang für den neuen Tabellenführer zu Buche. Aber auch die HSG Nordhorn ist in diesem Monat noch ungeschlagen und sammelte in eigener Halle gegen Neuhausen und beim SV Henstedt-Ulzburg vier Punkte. Mit 11:7 Zählern belegen die Niedersachsen derzeit den fünften Tabellenplatz. Für die größte Überraschung sorgte die Mannschaft von Heiner Bültmann allerdings schon vor Saisonbeginn als man den HSV Handball im Pokal knapp besiegte.

Zwei der Leistungsträger der HSG haben ihre sportlichen Wurzeln im Mühlenkreis. Torhüter Björn Buhrmester trug bis 2008 das Dankerser Trikot. Top-Torjäger des Zweistädte-Teams ist Jens Wiese, der 2011 von LIT Nordhemmern/Mindenerwald an die Ems wechselte. „Björn gehört schon seit Jahren zu den besten Torhütern der 2. Liga. Und Jens ist als Haupttorschütze zu einem echten Leistungsträger herangereift. Er ist nur schwer auszuschalten“, weiß Frank Carstens zu berichten. Auch sonst hat der GWD-Coach einen großen Respekt vor der nächsten Aufgabe: „Die Nordhorner verfügen über eine äußerst variable Spielanlage. In der Abwehr sind die bärenstark besetzt und haben eine sehr kompakte 6:0-Deckung.“ Doch Carstens bringt auch Optimismus mit, den er aus der sportlichen Entwicklung seiner Mannschaft zieht. In Coburg, so Carstens, habe die Angriffsqualität gepasst. Von der Defensive erwartet der 44–Jährige aber eine Leistungssteigerung: „Das wird am Sonntag ein Schlüssel zum Erfolg sein.“

Bereits beim Spielothek-Cup im Sommer kam es zum Aufeinandertreffen beider Teams. Im August konnte sich GWD mit 12:10 durchsetzen. Am Sonntag erwartet die Grün-Weißen in der EmslandArena ein Hexenkessel. Dass die Partie mit fast 4.000 Zuschauern beinahe ausverkauft ist, erschreckt Frank Carstens allerdings nicht: „Ich mag es, wenn die Kulisse stimmt. Das motiviert mich, aber auch ganz besonders meine Mannschaft.“

© GWD Minden – bra

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