„Immerhin hat sich niemand verletzt“
Saison 13/14 Spielberichte | 24. Mai 2014

Abwehrarbeit fand auf beiden Seiten in den ersten Minuten so gut wie gar nicht statt. Kein Wunder also, dass nach fünf Minuten bereits acht Treffer zu verzeichnen waren. Weil Anders Persson das Duell des alten gegen den neuen GWD-Torhüter (Gerrie Eijlers) in dieser Phase klar für sich entscheiden konnte, hatten die Hausherren zunächst leicht die Nase vorn. In einer munteren und unterhaltsamen Partie spielte das GWD-Team auch ohne seine verletzten Stammspieler gut mit. Überragender Mindener war Dalibor Doder, der nur so vor Spielfreude strotzte und allein im ersten Durchgang neunmal traf. Als der Torhüter-Bonus aufgebraucht war und die Vorderleute von Anders Persson und Jens Vortmann immer noch nicht entschlossen genug agierten, kippte die Partie zugunsten der Gäste aus Sachsen-Anhalt. Mit der Führung der Gäste ging auch die Sicherheit im Angriffsspiel der Grün-Weißen verloren. So ermöglichten viele Ballverluste immer wieder Gegenstoßtore durch die schnellen Robert Weber und Yves Grafenhorst. Zwischen der 16. Und 26. Spielminute traf nur der SC Magdeburg und verwandelte in dieser Zeit einen 10:11-Rückstand in eine 17:11-Führung. Zur Pause lagen die Gäste mit 20:15 vorn.

Zwei schnelle Tore nach Paraden von Jens Vortmann brachten die Dankerser wieder auf 17:20 heran. Trotzdem wurde schon früh klar, dass das GWD-Team gegen die körperlich überlegenen Magdeburger nichts würde ausrichten können. Die Partie verlor an Spannung, die Gäste verwalteten ihren Vorsprung souverän. Bei den Dankersern lieferten Christoffer Rambo und vor allem Dalibor Doder zwar eine gute Vorstellung ab, zeigten mit zunehmender Spieldauer aber Ermüdungserscheinungen. Insgesamt genügte die Leistung der Mindener nicht, um dem Gegner Paroli bieten zu können. Gelangen den Ostwestfalen einmal gute Spielzüge, fanden sie ihren Meister in Dario Quenstedt, der nach der Pause in die Partie gekommen war. Am Ende siegten die Gäste verdient mit 38:32. Bei GWD durften sich Oliver Tesch, Anders Oechsler und Vignir Svavarsson in ihrem letzten Spiel in der KAMPA-Halle immerhin darüber freuen, dass sie sich noch einmal in die Torschützenliste eintragen konnten.

Stimmen zum Spiel:
Goran Perkovac: „Wenn man verliert, kann man nicht zufrieden sein. Wir wollten heute überraschen. In der ersten Halbzeit haben Dado und Rambo wirklich gut getroffen, als sie dann müde wurden, hatten wir keine Chance mehr. Das Positive an dem Spiel ist, dass sich niemand bei uns verletzt hat.“

Uwe Jungandreas: „Ich denke, wir haben heute in der ersten Halbzeit ein begeisterndes Handballspiel mit viel Tempo gesehen. Danach haben alle der Hitze in der Halle Tribut gezollt, außerdem haben beide Torhüter überzeugend gehalten. Wir haben Minden auf Distanz halten können und ich bin sehr zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft.“

Torschützen GWD: Dalibor Doder (11), Christoffer Rambo (6), Aljoscha Schmidt (3), Aleksandar Svitlica (3/1), Oliver Tesch (3), Moritz Schäpsmeier (2), Vignir Svavarsson (2), Florian Freitag (1), Anders Oechsler (1).
Im Tor: Anders Persson (1.-20. mit 5 Paraden), Jens Vortmann (20.-60. mit 10 Paraden).

Torschützen SCM: Robert Weber (12/4), Yves Grafenhorst (5), Jure Natek (5), Fabian von Olphen (5), Andreas Rojewski (4), Marko Bezjak (3), Bartosz Jurecki (2), Kjell Landsberg (1), Marco Oneto (1).
Im Tor: Gerrie Eijlers (1.-30. mit 3 Paraden), Dario Quenstedt (30.-60. mit 10 Paraden).

Spielfilm: 5:3 (5.), 7:5 (10.), 10:9 (15.), 11:13 (20.), 11:16 (25.), 15:20 (30.), 18:22 (35.), 20:25 (40.), 22:26 (45.), 24:30 (50.), 28:35 (55.), 32:38 (60.).

Strafminuten: Torbrügge (10.), Rambo (18., 52.), Svitlica (25., 57), Oechsler (47.) – Landsberg (37., 57.), Haaß (39.), van Olphen (57.).
Zuschauer: 2.700

Schiedsrichter: Fabian Baumgart und Sascha Wild

 

 
© GWD Minden – bra

 

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