„Ich finde es toll, junge Sportler medizinisch zu betreuen.“
Allgemein | 12. Aug 2016

Irgendwie passt er zu GWD. Arndt Middelschulte ist der „Neue“ in der medizinischen Abteilung des Bundesliga-Rückkehrers und je länger man mit ihm spricht, desto mehr wird klar, dass er und die Grün-Weißen vieles gemeinsam haben.

So ist es die Verbundenheit zur Region, die den Facharzt für Allgemeinmedizin und den Traditionsverein auszeichnen. „Ich bin in Porta Westfalica geboren und habe am Portagymnasium mein Abitur gemacht“, erzählt der 41-Jährige. Danach zog es Middelschulte in die Ferne. In Bonn und Straßburg absolvierte er sein Medizinstudium, ehe ihn familiäre Gründe wieder zur Rückkehr nach Ostwestfalen bewegten. Im Klinikum Bielefeld sammelte er seine ersten Erfahrungen als Arzt und ließ sich 2010 als Partner von Dr. Reinhard Vogt in der Praxis am Scharn nieder. In dieser Zeit lernte er auch den ersten GWD-Spieler persönlich kennen: „In den ersten Monaten nach unserer Rückkehr nach Minden haben wir vorübergehend in der Nähe der Weserbrücke gewohnt und damals hatten wir Tomas Axnér als Nachbarn.“

Middelschulte bezeichnet sich selbst als „Familienmenschen“ und lebt inzwischen mit seiner Frau und den drei Kindern auf dem elterlichen Gut zwischen Weser und Portaberg. So ist es logisch, dass auch erst die Familie ihre Zustimmung geben musste, ehe der Mediziner sich dazu entschloss, die Nachfolge von „Charles“ Sander anzutreten, der nach 32 Jahren als Mannschaftsarzt bei GWD Minden zurücktrat. Das Engagement bei den Dankersern beruht eher auf einem Zufall, wie Middelschulte berichtet: „Ich war als Patient bei Philipp Roessler in Behandlung. Dabei sind wir ins Gespräch gekommen.“ Er habe eigentlich sofort Lust auf die Aufgabe gehabt, sagt er und betrachtete das Engagement bei den Grün-Weißen als nette Ergänzung zum Praxis-Alltag: „Ich finde es toll, junge Sportler medizinisch zu betreuen.“

Sport hat schon immer eine große Rolle im Leben des Mediziners eingenommen, der in Barkhausen Tennis und Fußball spielte. „Es fehlt mittlerweile aber die Zeit, um das regelmäßig zu betreiben“, sagt Middelschulte, der inzwischen zum leidenschaftlichen Skiläufer geworden ist. Als Sohn einer Sportlehrerin führte in der Kindheit für ihn kaum ein Weg an GWD vorbei: „Ich war ab und zu mit meiner Mutter bei den Spielen von GWD. Und auch später habe ich die Entwicklung immer mitverfolgt.“ Die Begeisterung für die Grün-Weißen hat dann auch schnell seine beiden Töchter erfasst. „Die Mädels kommen immer gern mit, wenn ich in die KAMPA-Halle fahre“, heißt es über die dritte Generation GWD-Fans im Hause Middelschulte.

Erste Besuche seiner neuen grün-weißen Patienten in der Praxis am Scharn habe es schon gegeben, sagt der Facharzt für Allgemeinmedizin: „Ein paar Spieler habe ich schon gesehen. Aber der Hauptjob liegt ja doch eher bei Jörg Pöhlmann im orthopädischen Bereich.“ Oft wären es die Physiotherapeuten Britta Wagner oder Philipp Roessler, die die GWD-Profis an den Teamdoc verweisen würden. „Die Physios sind einfach viel näher an der Mannschaft dran. Die merken eben, wenn irgendwo der Schuh drückt und schicken die Jungs dann zu uns in die Praxis“, erklärt Middelschulte.

Auf die Frage ob der „Doc“ denn nun künftig bei jedem Heimspiel im Kabinengang zu finden sei, gibt es ein „wahrscheinlich nicht“. Wenn die Zeit es erlaube, sei er dabei und das auch durchaus emotional. „Ich flippe jetzt aber nicht total aus am Spielfeldrand. Schließlich bin ich ja Ostwestfale.“

Foto: v.l. Arndt Middelschulte, Philipp Roessler, Britta Wagner, Dr. Jörg Pöhlmann

© GWD Minden

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