Heimspiel ohne Happy-End
Saison 15/16 Spielberichte | 27. Feb 2016

GWD Minden hat nun auch in eigener Halle die erste Niederlage einstecken müssen. Das Spitzenspiel gegen den HSC 2000 Coburg verloren die Grün-Weißen mit 28:29 (14:15). Die Dankerser kämpften zwar bis zum Ende, mussten sich den Punktverlust nach individuellen Fehlern aber selbst zuschreiben.

Die Schlussphase des Spitzenspiels in der KAMPA-Halle hatte alles zu bieten, nur kein Happy-End für GWD Minden. Nach dem 25:25 (52.) zogen die Gäste aus Coburg zunächst auf drei Tore davon und schienen die Partie bereits früh entschieden zu haben. Doch Dalibor Doder und Aleksandar Svitlica weckten unter den 2.640 Zuschauern noch einmal Hoffnungen. In Unterzahl gelang den Grün-Weißen danach sogar der Ausgleich. Mehr noch: Nach einem Ballgewinn in der Abwehr lag auch ein doppelter Punktgewinn in greifbarer Nähe. Stattdessen gab es aber einen Ballverlust und im Gegenzug den Matchball für den HSC Coburg vom Siebenmeterpunkt. Matthias Gerlich ließ sich nicht bitten und brachte den Erfolg für sein Team unter Dach und Fach.

Wie schon in den vergangenen Spielen gerieten die Grün-Weißen in den ersten Minuten in Rückstand. Doch im Gegensatz zu den Vorwochen wirkte das Team dieses Mal wacher und flinker. Trotzdem leistete man sich immer wieder unerklärliche Aussetzer, die Frank Carsten beim 8:11 (18.) zur ersten Auszeit zwangen. Erst der Wechsel von Kim Sonne zu Gerrie Eijlers im Tor schien den Gastgebern dann aber den nötigen Schub verliehen zu haben. Eijlers gelang mit drei Paraden ein wirklich guter Einstand, die Dankerser holten den Vier-Tore-Rückstand auf und konnten beim 14:14 (27.) durch Dalibor Doder zum ersten Mal gleichziehen. In dieser Phase stand dem GWD-Team das Glück auch wieder zur Seite. Zuvor hatte es gerade in der Defensive einige Bälle gegeben, die trotz gelungener Abwehr dann doch den Weg ins Tor fanden.

Auch nach dem Wechsel glichen die Mindener immer wieder aus, zur Führung reichte es zunächst jedoch nicht. Etwas mehr Variabilität hätte den Hausherren gut getan, denn torgefährliche Aktionen kamen vor allem über die Mitte. Dalibor Doder und die Kreisläufer waren für einen Großteil der GWD-Treffer verantwortlich. Zehn Minuten waren nach dem Wechsel gespielt als dann alles ganz fix ging. Aus einem 17:18 machten Aleksandar Svitlica, Miladin Kozlina, Dalibor Doder und Charlie Sjöstrand eine Drei-Tore-Führung für ihr Team. Die war aber genauso schnell wieder dahin, weil Coburgs Oliver Krechel nun kaum noch zu überwinden war. Ein schwacher Abschluss von Dalibor Doder, eine Zeitstrafe gegen Nils Torbrügge und ein Stürmerfoul von Aleksandar Svitlica verschafften den Gästen in der Schlussphase Aufwind. „Coburg hat ein sehr intelligentes Spiel gemacht und ist am Ende sehr ruhig geblieben“, musste auch Moritz Schäpsmeier den Erfolg der Gäste anerkennen.

Stimmen zum Spiel:

Frank Carstens: „Am Ende war der Sieg verdient. Wir haben erneut die Anfangsphase nicht gut gestaltet. Dann haben wir uns ins Spiel gekämpft. Nach unserer Führung haben wir die Bälle zu schnell verloren. Für uns war das zum Schluss sehr bitter, aber nicht unverdient.“
Jan Gorr: „Das war auf jeden Fall ein Spitzenspiel mit einer unfassbaren Intensität. Wir haben sehr ordentlich verteidigt und im Angriff haben wir sehr gut und strukturiert agiert.„

Torschützen GWD: Aleksandar Svitlica (9/5), Dalibor Doder (8), Joakim Larsson (3), Miladin Kozlina (2), Nils Torbrügge (2), Nenad Bilbija (1), Christoffer Rambo (1), Charlie Sjöstrand (1), Sören Südmeier (1).
Im Tor: Kim Sonne (1.-21. mit 1 Parade), Gerrie Eijlers (21.-41. mit 7 Paraden).

Torschützen HSC: Matthias Gerlich (8/3), Florian Billek (6), Steffen Coßbau (5), Girts Lilienfelds (5), Dominic Kelm (2), Romas Kirveliavicius (1), Till Riehn (1), Lukas Wucherpfennig (1).
Im Tor: Jan Kulhanek (1.-38. mit 7 Paraden), Oliver Krechel (38.-60. mit 5 Paraden davon 2 Siebenmeter).

Spielfilm: 2:4 (5.), 5:7 (10.), 9:12 (15.), 9:7 (20.), 13:14 (25.), 14:15 (30.), 17:17 (35.), 20:18 (40.), 23:21 (45.), 24:24 (50.), 25:27 (55.), 22:25 (60.).

Strafminuten: Torbrügge (37., 55., 59.), Schäpsmeier (42.), Doder (60.) – Hagelin (30.), Kirveliavicius (51.).
Rote Karte: Nils Torbrügge (59. nach drei Zeitstrafen)

Zuschauer: 2.909
Schiedsrichter: Fabian und Christian vom Dorff

© GWD Minden – bra

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