GWD zu Gast bei der Ziercke-Sieben
Bundesliga | 13. Nov 2015

Mit dem Auswärtsspiel bei Empor Rostock steigt GWD Minden nach zweiwöchiger Pause wieder ins Ligageschäft ein. Alles andere als ein Erfolg beim Tabellensiebzehnten wäre eine Überraschung.

Früher Kollegen, heute Kontrahenten: Mit Aaron Ziercke hat GWD-Coach Frank Carstens einst zusammen im GWD-Trikot um Punkte gekämpft, am Sonntag stehen sich die beiden Trainer nun gegenüber. Für den einen geht es um die Verteidigung der Tabellenführung, für den anderen um das sportliche Überleben. Mit zehn Punkten haben die Hansestädter derzeit nur einen knappen Vorsprung auf die Abstiegsränge und können jeden weiteren Zähler wahrlich gut gebrauchen. Doch die Bilanz täuscht ein wenig, denn zuhause ist der HCE eine Macht. Immerhin fünf von sieben Begegnungen in der Stadthalle konnten die Rostocker für sich entscheiden. Mit der HSG Nordhorn-Lingen und dem HSC Coburg mussten auch zwei Hochkaräter die Punkte an der Ostsee lassen. „Rostock spielt zuhause sicherer und überzeugender“, sagt Frank Carstens zur Heimstärke des Gegners.

Vor den Verdiensten seines früheren Mitspielers hat Carstens großen Respekt: „Man muss sagen, dass Aaron da sehr gute Arbeit leistet.“ Aufgrund der vielen jungen Spieler und ohne Linkshänder im Rückraum birgt Zierckes Job in der Tat viele Herausforderungen. Dennoch ist es dem ehemaligen Coach des GWD-Drittligateams gelungen, eine vor allem in der Defensive schlagkräftige Mannschaft auf die Beine zu stellen „Die spielen sehr variabel in der Verteidigung. Da müssen wir uns immer etwas einfallen lassen“, sagt Frank Carstens.

Man hatte im GWD-Lager gehofft, zwei Wochen Pause würden das Lazarett ein wenig lichten, doch das Gegenteil ist der Fall. Mit Florian Freitag (Überlastung im Fuß) und Marian Michalczik (Knie) haben sich zwei weitere Langzeitverletzte hinzugesellt. „Damit fehlen uns jetzt ein paar gute Verteidiger“, meint Frank Carstens und schließt da auch Moritz Schäpsmeier mit ein, der nach einer Operation (Bluterguss im Oberschenkel) ebenfalls noch zur Statistenrolle verdammt ist. Miladin Kozlina fehlt zudem wegen einer gebrochenen Rippe. Gut, dass Mindens Trainer da immer noch auf die Talente aus der Drittligamannschaft zurückgreifen kann. Lukas Kister und Max Staar werden im Laufe des Sonntags zu den Profis stoßen nachdem sie am Samstag noch mit der A-Jugend in Dormagen auf Torejagd gegangen sind. Damit gehören die beiden Youngster zu den Nachzüglern, denn der Rest des GWD-Teams bricht bereits am Samstag auf und übernachtet vor den Toren der Hansestadt.

Das Spiel in Rostock ist für die Mindener der Auftakt zu einem weiteren Kraftakt. Schon am Mittwoch empfangen die Grün-Weißen Bayer Dormagen in der KAMPA-Halle und reisen dann zwei Tage später zu TUSEM Essen.

© GWD Minden – bra

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