GWD hat in Flensburg nichts zu verlieren
Bundesliga | 02. Dez 2016

Am kommenden Samstag sind die Mindener zu Gast in der Flens-Arena. Die klar favorisierten Flensburger bilden mit dem THW Kiel und den Rhein-Neckar Löwen das Spitzentrio der Liga. 24:2 Punkte und eine unglaubliche Tordifferenz von +106 Treffern sprechen für sich. Nach zwei Niederlagen in Folge treten die Grün-Weißen auf der Stelle und belegen mit 9:17 Punkten den dreizehnten Tabellenplatz. Als krasser Außenseiter gibt es für GWD Minden nichts zu verlieren. Anpfiff ist im 15:00 Uhr.

Die Heimmannschaft aus dem Norden begeistert in dieser Saison mit gnadenlosem Tempohandball und dominiert seine Gegner eindrucksvoll. Lediglich in Kiel verlor der Champions League-Teilnehmer knapp mit 23:24. Demgegenüber wurden die GWD-Konkurrenten von den unteren Tabellenrängen von der SG regelrecht aus der Halle geschossen. Sowohl Balingen-Weilstetten (36:18) und Stuttgart (46:28), als auch Leipzig (31:23) hatten nicht den Hauch einer Chance gegen den Titelanwärter aus Schleswig-Holstein.  Nach der unglücklichen Niederlage in Leipzig (19:21) und dem verlorenen Heimspiel gegen den amtierenden deutschen Meister Rhein-Neckar Löwen (23:33) wartet somit der nächste schwere Brocken auf die Mannschaft von der Weser. Eine scheinbar unmögliche Aufgabe, bei der das Mindener Team angesichts der Ausgangslage nichts zu verlieren hat.

Am Mittwoch gastierte der SC DHfK Leipzig in der Flens-Arena. Nach ausgeglichenem Start konnten sich die Flensburger über 20:12 auf 25:15 absetzen. Eine kompakte Deckung um Abwehrchef Tobias Karlsson, 17 Paraden von Mattias Andersson und die daraus resultierenden Tempo-Angriffe über Anders Eggert waren die Eckpfeiler des Erfolges.  Am Ende stand ein ungefährdeter 31:23-Heimsieg zu Buche. Vor allem in der Breite ist das Team von Trainer Ljubomir Vranjes überdurchschnittlich gut besetzt. Stars wie Mogensen, Mahé und Glandorf können eins zu eins durch Spieler wie Lauge, Jakobsson, Wanne und Co. ersetzt werden.

In dieser Breite des Kaders sieht Mindens Trainer Frank Carstens die Herausforderung. Es wäre uneffektiv sich auf einen Spieler der SG Flensburg-Handewitt einzustellen, da die nächsten beiden Spieler mindestens genauso gut seien. „Über die Positionsabwehr sollen die Flensburger vor Probleme gestellt werden“, so der Mindener Coach. Genau gegen solche Gegner will sich sein Team weiterentwickeln und messen. Dafür fordert Carstens eine höhere Leistungsbereitschaft, um vermehrt Lösungen gegen die kompakt stehende Defensivreihe der Flensburger zu finden. Die Grün-Weißen müssen dabei allerdings auf Marian Michalczik verzichten, der seine Schambeinentzündung auskuriert. Der Einsatz von Christoffer Rambo ist fraglich. Mats Korte und Nenad Bilbija fallen weiterhin verletzungsbedingt aus. Dafür ist Abwehrchef Magnus Jernemyr wieder mit von der Partie.

„Die Mannschaft will zubeißen und bereit sein, wenn die Flensburger es nicht sind“, gibt sich Carstens kämpferisch. Minden freut sich auf das Kräftemessen mit eines der Top-Teams der Liga und reist trotz Personalproblemen hochmotiviert in den Norden.

© GWD Minden – pook

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