GWD entthront den Tabellenführer
Saison 15/16 | 14. Okt 2015

GWD Minden heißt der neue Tabellenführer in der 2. Handball-Bundesliga. Die Mannschaft von Frank Carstens gewann beim bisherigen Klassenprimus in Coburg mit 31:29 (16:13) und ist damit auch im achten Saisonspiel ungeschlagen.

Dabei scheinen sich die Grün-Weißen neuerdings gerade in fremder Halle pudelwohl zu fühlen. Die Dankerser lagen in der HUK-Coburg Arena über weite Strecken vorn und behielten in der hitzigen Schlussphase vor 2.600 Zuschauern die Nerven. Vor allem über die rechte Angriffsseite zeigten sich die Mindener gut aufgestellt.

Die Gäste aus Ostwestfalen kamen gut in die Partie und waren zunächst von den Außenpositionen und über den Kreis erfolgreich. Sowohl Jan Kulhanek im HSC-Tor als auch sein Gegenüber Kim Sonne erwischten einen guten Tag und konnten sich in der Anfangsphase gleich mehrfach auszeichnen. Nur gegen die Wurfgewalt von Romas Kirveliavicius fanden Mindens Keeper und seine Vorderleute kein Mittel. Dem Halblinken gelangen in den ersten zehn Minuten bereits vier Treffer. Nach 14 Minuten traf Nenad Bilbija in Unterzahl zum 8:7 für die Gäste. Kurz darauf verpasste Dalibor Doder nach einem technischen Fehler die Chance zur Zwei-Tore-Führung. Die gelang dann beim 13:11 (24.) durch Aleksandar Svitlica, der ein Zuspiel von Christoffer Rambo verwertete. Es folgte eine bärenstarke Phase der Grün-Weißen, in der Christoffer Rambo, Charlie Sjöstrand und Aleksandar Svitlica eine 16:12-Führung herauswarfen. Vor der Pause mussten die Mindener noch den fünften Kirveliavicius-Treffer hinnehmen. Dessen letzten Versuch parierte Kim Sonne.

Nur sechs Minuten benötigten die Hausherren nach dem Wechsel, um mit den Mindenern gleichzuziehen. Sie profitierten dabei von einigen Fehlwürfen des GWD-Teams und einer Zeitstrafe gegen Joakim Larsson. Es wurde wieder richtig spannend in der HUK-Coburg Arena, doch es waren die Gäste, die weiterhin durch Nenad Bilbija, Florian Freitag und Christoffer Rambo vorlegten. Erst ein Doppelschlag von Florian Billek bescherte den Hausherren in der 45. Minute nach langer Zeit mal wieder eine Führung (23:22). Ausgerechnet eine Zweiminutenstrafe von Magnus Jernemyr leitete dann die erneute Wende zugunsten der Dankerser ein. Aleksandar Svitlica und zweimal Dalibor Doder trafen in Unterzahl und sorgten für das 26:24. „Das war unsere größte mentale Leistung heute“, hob Trainer Frank Carstens nach der Partie hervor. Der sehr treffsichere Christoffer Rambo legte dann sogar noch das 27:24 nach, doch Magnus Jernemyr musste erneute auf die Bank und dieses Mal nutzte der HSC die Gelegenheit und egalisierte zum 28:28. Dann zeigte der Tabellenführer aber Nerven und ließ zwei Angriffe ungenutzt, während das GWD-Team durch Aleksandar Svitlica und zweimal Joakim Larsson erfolgreich war. Das 29:31 durch Steffen Cossbau war wenige Sekunden vor dem Ende nur noch Ergebniskosmetik für den HSC Coburg.

Stimmen zum Spiel:
Frank Carstens: „Das war ein Riesenspiel, sehr intensiv und hochklassig von beiden Seiten. Es war taktisch und kämpferisch geprägt. Wir hatten wirklich eine geschlossenen Mannschaftsleistung. Dass wir das Spiel am Ende trotz der Zeitstrafen noch gedreht haben, hat uns einen enormen mentalen Schub verschafft.“

Torschützen GWD: Aleksandar Svitlica (7), Christoffer Rambo (6), Nenad Bilbija (4), Dalibor Doder (4), Joakim Larsson (4), Charlie Sjöstrand (4), Florian Freitag (2).
Im Tor: Kim Sonne (1.-60. mit 11 Paraden), Gerrie Eijlers (bei Siebenmetern).

Torschützen HSC: Florian Billek (7), Romas Kirveliavicius (5), Matthias Gerlich (4/4), Adnan Harmandic (4), Dominic Kelm (4), Till Riehn (3), Steffen Cossbau (2).
Im Tor: Jan Kulhanek (1.-27.mit 7 Paraden), Oliver Krechel (27.-60 mit 5 Paraden).

Spielfilm: 3:3 (5.), 6:7 (10.), 8:8 (15.), 11:11 (20.), 12:13 (25.), 13:16 (30.), 17:18 (35.), 19:19 (40.), 22:22 (45.), 24:26 (50.), 26:28 (55.), 29:31 (60.).

Strafminuten: Schäpsmeier (12.), Torbrügge (19.), Larsson (25., 36.), Freitag (41.), Jernemyr (49., 56.) – Riehn (20.), Hagelin (38., 41.).

Zuschauer: 2.605
Schiedsrichter: Robert Schulze und Tobias Tönnies

© GWD Minden – bra

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