GWD empfängt einen untypischen Aufsteiger
Bundesliga | 24. Sep 2015

Am Sonntag (17.00 Uhr) trifft GWD Minden auf den Wilhelmshavener HV. Dass die Partie zum Spitzenspiel wird, hätte vor Saisonbeginn nicht jeder erwartet. Immerhin ist der WHV erst im Sommer aufgestiegen.

Sieben Zähler haben beide Teams auf dem Konto, die Gäste sind allerdings bereits mit drei Minuspunkten dabei und rangieren darum knapp hinter dem GWD-Team auf Tabellenplatz fünf. Drei Auftaktsiegen gegen Springe, Hagen und Dormagen ließ der WHV ein Remis gegen Henstedt-Ulzburg und zuletzt eine deutliche Schlappe in Aue folgen. Die für einen Aufsteiger ordentliche Zwischenbilanz ist für GWD-Coach Frank Carstens allerdings keine Überraschung: „Wilhelmshaven ist mit Sicherheit kein typischer Aufsteiger. Sie sind wirklich sehr konstant und haben eine homogene Mannschaft. Da gibt es keine Stärken und keine Schwächen und man muss immer auf der Hut sein.“

Der Wilhelmshavener HV ist untrennbar mit dem Namen Köhrmann verbunden. Mittelmann Oliver Köhrmann ist schon so etwas wie ein WHV-Urgestein und gehört mit seinen 39 Jahren immer noch zu den Leistungsträgern. Sein jüngerer Bruder Christian sitzt seit 2011 auf der Trainerbank und führte sein Team in der vergangenen Saison mit einer Top-Bilanz von 60:0 Punkten aus der dritten in die zweite Liga zurück. Top-Torschützen in Diensten der Mannschaft vom Jadebusen sind die beiden Rückraumspieler Tobias Schwolow und René Drechsler. „Auch Adam Weiner im Tor ist eine Bank“, weiß Frank Carstens.

Bereits in der Vorbereitung gab es ein Kräftemessen zwischen den beiden Kontrahenten. Beim Turnier in Hildesheim konnte GWD nach knappem Pausenrückstand mit 31:26 gewinnen. Damals musste Frank Carstens auf Magnus Jernemyr und Dalibor Doder verzichten und auch am Wochenende drohen die beiden Schweden auszufallen. Während Mindens Abwehrchef immer noch Probleme mit der Achillessehne hat, rebelliert bei Dalibor Doder die Wade. Dritter Wackelkandidat ist Aleksandar Svitlica. Der GWD-Toptorschütze hatte sich im letzten Heimspiel gegen Saarlouis ebenfalls an der Wade verletzt und auch hinter seinem Einsatz steht ein großes Fragezeichen. Es kann also durchaus sein, dass Frank Carstens seinen Kader mit Spielern aus dem Drittligateam ergänzen wird. Doch in welcher Formation auch immer die Mannschaft am Sonntag auflaufen wird, es gilt: „Wir müssen wachsam bleiben und uns auf unsere Aufgaben konzentrieren.“

Abseits der sportlichen Schlagzeilen widmet GWD Minden dieses Spiel den Flüchtlingen im Mindener Land. Flüchtlingsfamilien aus der Unterkunft in Häverstädt erhielten eine Einladung zum Spiel, die Kinder dürfen das GWD-Team in die Halle begleiten. Für jeden Zuschauer, der die Partie besucht, wird der Verein 1 Euro für die Flüchtlingshilfe spenden. „Da haben auch unsere Fans die Möglichkeit, sich solidarisch zu zeigen“, appelliert Manager Horst Bredemeier an die Besucher.

Die Partie in der KAMPA-Halle wird um 17.00 Uhr angepfiffen. Tickets gibt es noch an der Tageskasse und bei allen Vorverkaufsstellen. Die Kasse ist bereits ab 14.00 Uhr geöffnet. Dann bestreitet auch die zweite Mannschaft der Dankerser ihr Heimspiel gegen den Neusser HV. Bereits um 11.45 Uhr tritt die A2-Jugend gegen die JSG Menden an.

© GWD Minden – bra

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