GWD dreht nach Rückstand auf
Saison 15/16 Spielberichte | 07. Mai 2016

GWD Minden hat sich beim SV Henstedt-Ulzburg lange Zeit schwer getan. Erst als die Grün-Weißen Mitte der zweiten Halbzeit in Rückstand gerieten, zeigte die Mannschaft ihr Potential. Eine bärenstarke Schlussphase sicherte dann den 35:28 (16:14)-Erfolg.

Hunderte Besucher eines Jugend-Handballcamps sorgten dafür, dass die ansonsten eher mäßig besuchte Sporthalle an der Maurepass Straße dieses Mal eine prächtige Kulisse bot. Und die Kids sahen ein Spiel, in dem das Tabellenschlusslicht aus dem hohen Norden munter mitmischte. Die Mindener hingegen taten sich lange Zeit schwer, ihre Spielidee durchzusetzen. Dennoch genügten die individuellen Stärken des Tabellenzweiten, um zu keiner Phase des ersten Durchgangs in Rückstand zu geraten. Christoffer Rambo und Dalibor Doder hatten für einen standesgemäßen Auftakt gesorgt. Beim 12:8 (20.), 13:9 (23.) und 15:11 (27.) lagen die Grün-Weißen dann sogar mit vier Toren vorn, doch zwei Zeitstrafen gegen Moritz Schäpsmeier und Aleksandar Svitlica nutzten die Gastgeber kurz vor der Pause aus, um den Spielverlauf wieder spannender zu gestalten. „Da hätten wir eigentlich schon ein klareres Ergebnis haben müssen“, bemängelte ein ansonsten zufriedener Frank Carstens nach der Partie. Mit dem Halbzeitpfiff markierte Christoffer Rambo immerhin noch das 16:14 für seine Farben.

Auch nach dem Wechsel hatte es zunächst den Anschein, als könnten die Dankerser ihre knappe Führung behaupten. Doch plötzlich lag der SV Henstedt-Ulzburg mit 24:22 (42.) vorn. Das war der Weckruf, den das GWD-Team anscheinend dringend benötigt hatte, denn danach legten die Ostwestfalen los wie die Feuerwehr und sorgten schnell für klare Verhältnisse. Joakim Larsson und zweimal Sören Südmeier brachten ihr Team innerhalb von zwei Minuten wieder in Front. Nach zehn weiteren Minuten war die Partie entschieden. Ein imposanter 11:1-Lauf der Gäste beseitigte alle Zweifel. Der inzwischen für Gerrie Eijlers zwischen die Pfosten beorderte Kim Sonne Hansen musste in knapp zwanzig Minuten nur viermal hinter sich greifen. Den bis dahin stark aufspielenden „Fröschen“ schwanden sichtbar die Kräfte, gegen den grün-weißen Endspurt war kein Kraut mehr gewachsen.

Stimmen zum Spiel:
Frank Carstens: „Wir sind mit der nötigen Spannung in das Spiel gegangen und darum hatte ich auch zu keinem Zeitpunkt Zweifel daran, dass wir hier die Punkte mitnehmen würden. Unser Grundspiel hat immer gepasst, die Leistung war solide. Der Rückstand hat uns endgültig wach gerüttelt.“

Torschützen GWD: Dalibor Doder (8), Aleksandar Svitlica (8/3), Charlie Sjöstrand (6/2), Christoffer Rambo (5), Joakim Larsson (2), Moritz Schäpsmeier (3), Sören Südmeier (3).
Im Tor: Gerrie Eijlers (1.-41. mit 8 Paraden), Kim Sonne-Hansen (41.-60. mit 5 Paraden).

 Torschützen SVHU: Tim Stefan (7), Florian Bitterlich (6/2), Tim-Oliver Brauer (4), Daniel Eggert (3), Jens Thonebohn (3), Martin Laursen (2), Arnd Sasse (2/1), Julian Lauenroth (1).
Im Tor: Justin Rundt (1.-60. mit 7 Paraden).

Spielfilm: 1:3 (5.), 5:6 (10.), 7:9 (15.), 8:11 (20.), 11:14 (25.), 14:16 (30.), 17:20 (35.), 22:22 (40.), 24:26 (45.), 25:28 (50.), 25:31 (55.), 28:35 (60.).

Strafminuten: Svitlica (26.), Schäpsmeier (27., 60.), Torbrügge (47.), Rambo (58., 60.) – Lauenroth (48.).

Zuschauer: 600
Schiedsrichter: Alan Schaben und Matthes Westphal

© GWD Minden – bra

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