Gegner oder Freunde?
Bundesliga | 20. Aug 2015

Das GWD-Team wird in der zweiten Liga auf neue und unbekannte Mannschaften treffen. Dennoch wir es ein Wiedersehen mit vielen bekannten Gesichtern geben, denn einige ehemalige Dankerser spielen mittlerweile bei der Konkurrenz. Ein paar von ihnen gehörten dem Team an, das 2012 den Wiederaufsteig feiern konnte.

Einer der Ehemaligen, der sich noch heute sehr verbunden mit Minden fühlt, ist Markus Fuchs – nach acht Jahren im GWD-Trikot kein Wunder. Er ist auch heutzutage noch einmal pro Woche an der Weser. Aber auch bei seinem neuen Klub, dem ASV Hamm-Westfalen, fühlt sich der Rückraumriese sehr wohl. „Ich hatte in den letzten Jahren sehr viele Spielanteile und bin sowohl charakterlich als auch sportlich in eine Führungsposition gewachsen“, sagt der 23-Jährige. Für ihn gehört in der kommenden Saison Minden neben Erlangen zu den klaren Aufstiegskandidaten. Das Spiel gegen die Grün-Weißen wird aus seiner Sicht etwas Besonderes: „Es macht immer Spaß, einen Favoriten zu ärgern. Außerdem vergisst man acht Jahre nicht einfach so.“ Mit zwei weiteren Ex-Mindenern hat der ASV Hamm-Westfalen die meisten bekannten Gesichter zu bieten. Stephan Just, der selbst fünf Jahre im grün-weißen Trikot gespielt hat, ist mit seinen 1714 Bundesligatoren auf Platz zwölf der ewigen Torschützenliste. Außerdem wird die Mannschaft von Niels Pfannenschmidt trainiert, der von 2007 bis 2009 Co-Trainer bei den Ostwestfalen war.

Marten Franke, der seit Ende 2014 für den VFL Bad Schwartau spielt, fühlt sich in seiner neuen Wahlheimat Lübeck „pudelwohl“. Leider hat er sich beim Beachhandball einen Kreuzbandriss zugezogen und kann somit das Hinspiel nur von außen verfolgen. Umso mehr hofft er, dann in der Rückrunde wieder mit von der Partie zu sein. „Ich werde wohl noch einige Zeit ausfallen, mache aber schon Fortschritte und habe eine sehr gute Betreuung. Mein Ziel ist es, im nächsten Jahr wieder anzugreifen.“ Das Match gegen seine ehemaligen Kameraden wäre dann natürlich ein Highlight. Für Marten ist klar, das GWD Minden einer der Top Favoriten für den Aufstieg ist.

Bei Empor Rostock findet sich ein weiterer Ex-Mindener wieder. Aaron Ziercke war selbst Spieler bei GWD und hat viele Jahre die 2. Mannschaft der Dankerser trainiert. Er sieht seinen Kollegen Frank Carstens als einen „hervorragenden Trainer“ an und meint deswegen, dass für GWD in der kommenden Saison „alles andere als ein Aufstiegsplatz eine Überraschung wäre.“ Mit dem Verlauf der Vorbereitung in der Hansestadt zeigt sich Ziercke soweit zufrieden, obwohl es durch die Abgänge der Haupttorschützen und die vielen jungen Spieler im Team „schon mal an Erfahrung in wichtigen Situationen fehlt.“ Deswegen ist das Ziel der Mannschaft auch der Klassenerhalt. Auf das Spiel gegen Minden freut sich der Coach schon: „Man spielt immer gerne gegen die stärksten Teams der Liga! Außerdem habe ich es nach dem Spiel ausnahmsweise mal nicht so weit nach Hause.“ Aaron Ziercke lebt mit seiner Frau und zwei Kindern nach wie vor in Petershagen.

Björn Buhrmeister hat bis 2008 das grün-weiße Tor gehütet. Mittlerweile spielt er in der siebten Saison für die HSG Nordhorn-Lingen. Nach den vielen Jahren im neuen Verein fühlt er sich dort richtig wohl. Er hofft trotzdem, ein paar bekannte Gesichter aus seiner Zeit bei GWD wiederzusehen. „Leider sind nicht mehr ganz so viele Spieler aus meiner Zeit dabei, aber es ist ja auch schon lange her.“

Für Konstantin Madert, der Teil der Zweitliga-Meistermannschaft von 2012 war, ist klar, dass Minden wieder aufsteigen muss und auch wird. Auch wenn er mittlerweile für die DJK Rimpar Wölfe das Tor sauber hält, hat er immer noch viele Freunde in der Mannschaft und in Minden allgemein. „Ich hatte zwei sehr sehr sehr schöne Jahre in Minden. Ich freue mich mal wieder vor dieser besonderen Kulisse in der KAMPA-Halle zu spielen.“ Momentan läuft es für den Torwart sehr gut. „Der Körper hat sich an die Schmerzen der Vorbereitung gewöhnt und es fängt langsam an, Spaß zu machen. Ich fühle mich so fit wie noch nie!“

Nach Springe hat es Oliver Tesch verschlagen und dort genießt er nach einem Jahr in Friesenheim die Nähe zu seiner Familie, die in Minden wohnt. Die Vorbereitung läuft für das Team vom Deister soweit sehr gut, was man auch daran sehen kann, dass die HF Springe den Select Cup gewannen. Über das anstehende Spiel in Minden sagt Oliver: „Vor und nach der Begegnung ist natürlich vieles sehr vertraut und ich muss aufpassen, dass ich nicht in die falsche Kabine gehe, aber sobald das Spiel angepfiffen wird, zerreiße ich mich für meinen neuen Club, so wie man mich halt kennt.“ Er schätzt die Chancen für GWD den Wiederaufstieg zu schaffen gut ein, meint aber, dass es bestimmt kein Selbstläufer wird.

Zwei weitere Spieler mit GWD-Vergangenheit gibt es noch in der zweiten Liga. Artjom Antonevich und Lukas Schneider gehören zu denjenigen, die noch in der letzten Saison das GWD-Trikot getragen haben. Schneider kehrt nach zwei Jahren in der GWD-Reserve zu seinem Heimatverein TuS Ferndorf zurück, der sich als Aufsteiger im Spiel gegen das Team aus Minden sicherlich mit der Außenseiterrolle begnügen wird. Anders sieht es da schon beim TV Emsdetten aus. Vor zwei Jahren noch in der ersten Liga, ist der neue Verein von Flügelflitzer Artjom Antonevich sicherlich für die ein oder andere Überraschung gut. Gerade an die Begegnungen im Hexenkessel Emshalle werden die Grün-Weißen keine guten Erinnerungen haben.

©  GWD Minden – ida

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