Empor Rostock: GWD macht es besser als im Hinspiel
Saison 15/16 Spielberichte | 22. Apr 2016

Zehn starke Minuten zu Beginn, zwanzig starke Minuten am Ende, dazwischen durchwachsene Handballkost. Die Chronik des Mindener 29:21-Erfolges über den HC Empor Rostock ist schnell erzählt.

Vielleicht waren es die schlechten Erfahrungen aus dem Hinspiel, die die Grün-Weißen mit einer sehr hohen Konzentration in die Partie gehen ließen. Jedenfalls wirkten die Hausherren körperlich und mental sehr präsent und hatten die Partie von der ersten Minute an unter Kontrolle. Hauptdarsteller in der starken GWD-Anfangsphase war Christoffer Rambo, der in den ersten fünf Minuten gleich viermal traf und auch in der Abwehr drei spektakuläre Ballgewinne hinlegte. Doch nach dem 6:3 (10.) zeigten die Hausherren wieder ein anderes Gesicht, ließen gleich reihenweise hundertprozentige Einwurfmöglichkeiten aus und boten den Gästen aus Rostock die Führung regelrecht an. Bis zum 10:10 (27.) konnten die Rostocker die Partie offenhalten und profitierten dabei auch von der mangelnden Aggressivität der GWD-Abwehr. Umso bemerkenswerter ist es, dass es dann ausgerechnet in Unterzahl plötzlich wieder lief. Als Aleksandar Svitlica vor der Pause auf die Strafbank musste, trafen die Dankerser durch Christoffer Rambo und Moritz Schäpsmeier zweimal und erspielten sich so die 13:10-Pausenführung.

Gerrie Eijlers und Christoffer Rambo waren auch nach der Pause die Konstanten im Spiel der Mindener. Ihnen vor allem war es zu verdanken, dass die Führung der Ostwestfalen hielt, obwohl die 2.140 Zuschauer in der KAMPA-Halle bei weitem nicht nur gelungene Aktionen geboten bekamen. Dennoch war das GWD-Team unter dem Strich die bessere Mannschaft und ließ nach dem Wechsel nichts mehr anbrennen. In der Schlussphase machten es die Ostwestfalen dann sogar noch recht deutlich und auch ansehnlich. Es gelangen noch ein paar tolle Spielzüge, auch über den Kreis und die Außenpositionen. „Es ist schön, dass wir das Spiel so erfolgreich zu Ende spielen konnten. Es hat auch Tage gegeben, an denen uns das nicht gelungen ist“, gab Gerrie Eijlers nach dem Spiel zu Protokoll. Eine Antwort auf die Frage, wodurch der „Hänger“ seines Teams im mittleren Spielabschnitt zu erklären sei, hatte der Keeper allerdings auch nicht: „Wenn ich das wüsste, bekäme ich bestimmt sofort die A-Lizenz und wäre ein erfolgreicher Trainer.“

Stimmen zum Spiel:
Frank Carstens: „Wir hatten großen Respekt vor Rostock. Deswegen haben wir auch erst sehr spät durchgewechselt. Am Ende sieht es souverän aus, aber es war doch schon ein hartes Stück Arbeit.“

Aaron Ziercke: „Am Anfang hatten wir zu viel Respekt. Dann haben wir es ganz gut gemacht. In der doppelten Überzahl haben wir es versäumt, etwas mehr Druck auszuüben. Im Hinblick auf das wichtige Spiel am Sonntag habe ich dann auch versucht, die Kräfte etwas zu schonen.“

Torschützen GWD: Christoffer Rambo (8), Dalibor Doder (6), Charlie Sjöstrand (5/1), Joakim Larsson (3), Aleksandar Svitlica (2/1), Moritz Schäpsmeier (3), Sören Südmeier (2).
Im Tor: Gerrie Eijlers (1.-60. mit 16 Paraden).

Torschützen HCE: Rene Gruszka (5/1), Vyron Papadopoulos (5/1), Forian Zemlin (4), Norman Flödl (2), Marc Pechstein (2), Roman Becvar (1), Kevin Lux (1), Julius Porath (1).
Im Tor: Jan Kominek (1.-54. mit 8 Paraden davon 1 Siebenmeter), Tobias Malitz (54.-60. mit 1 Parade).

Spielfilm: 3:2 (5.), 6:3 (10.), 6:5 (15.), 8:8 (20.), 10:9 (25.), 13:10 (30.), 16:12 (35.), 17:14 (40.), 19:16 (45.), 22:17 (50.), 26:20 (55.), 23:25 (60.).

Strafminuten: Svitlica (28.), Kozlina (45.), Rambo (47.) – Meuser (4.), Flödl (11., 38.).
Zuschauer: 2.140

Schiedsrichter: Tolga Karamuk und Nikos Seliger

© GWD Minden – bra

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