„Ein Punkt, den andere nicht holen.“
Saison 13/14 Spielberichte | 21. Apr 2014

Punktgewinn oder Punktverlust? Das war die große Frage nach 60 spannenden Minuten in der KAMPA-Halle. Auch in der anschließenden Pressekonferenz fiel beiden Trainern die Bewertung der Partie offensichtlich schwer. Wirklich unzufrieden zeigte sich jedoch weder Gästecoach Michael Roth noch Goran Perkovac.

Der Kroate auf der GWD-Trainerbank hatte Yves Kunkel auf Linksaußen und Moritz Schäpsmeier im rechten Rückraum den Vorzug gegeben. Schnell wurde deutlich, dass Disziplin in dieser Phase nicht zu den Stärken der Hausherren zählte. Unkonzentriert und leichtfertig wurden die Angriffe ausgespielt, Einzelaktionen und voreilige Abschlüsse prägten das Bild. So hatten die Gäste wenig Mühe, innerhalb kürzester Zeit von 3:2 (7.) auf 6:2 (9.) wegzuziehen. Goran Perkovac nahm seine erste Auszeit und brachte Sören Südmeier in die Partie. Es dauerte ein paar Minuten, ehe sich die gewünschte Wirkung einstellte, doch nach dem 7:7 (15.) durch Südmeier war die Partie wieder offen. Eine gute Abwehrarbeit und Paraden von Jens Vortmann ermöglichten den Dankersern in dieser Phase einfache Kontertore. Es entwickelte sich ein ansehnliches Spiel, das auch bis zur Pause nicht mehr an Spannung einbüsste. Schade nur, dass der bis dahin starke Sören Südmeier wenige Minuten vor dem Wechsel mit einer schweren Knieverletzung vom Feld musste.

Obwohl die Grün-Weißen nach einer Zeitstrafe gegen Aleksandar Svitlica in Unterzahl in die zweite Halbzeit gingen, traf Youngster Yves Kunkel zunächst zur 16:15-Führung. Von einer kleinen Schwächephase bis zum 17:19 (35.) erholte sich das GWD-Team schnell und lag nach drei beherzten Angriffen wieder mit 20:19 vorn. Die Partie wurde nun zerfahren und hektisch, der Lautstärkepegel in der KAMPA-Halle stieg merklich. Beide Torhüter entwickelten sich zu den auffälligsten Akteuren auf dem Feld und sorgten dafür, dass die Treffer immer seltener fielen. Die Grün-Weißen waren dabei vor allem durch den stark aufspielenden Yves Kunkel und durch Aleksandar Svitlica erfolgreich, der allerdings vor allem vom Siebenmeterpunkt traf und sonst einige Chancen liegen ließ. Mit Svavarsson, Tesch, Torbrügge und Oechsler hatte Goran Perkovac mittlerweile sämtliche Abwehrspezialisten aufgeboten und das Quartett verrichtete am eigenen Kreis ganze Arbeit. Zwischen der 39. und 54. Minute kassierten die Hausherren nur zwei Treffer und erarbeiteten sich so eine 26:22-Führung. Weil sich die Mindener im Angriff aber nach wie vor schwer taten, wurde es noch einmal eng. Beim 28:27 hatten die Gäste aus Melsungen mit dem letzten Angriff noch einmal die Chance auf den Ausgleich. Mit reichlich Glück traf Malte Schröder mit dem Schlusspfiff noch zum 28:28.

Stimmen zum Spiel:
Goran Perkovac: „Beide Mannschaften haben sich nichts geschenkt. Es war vielleicht kein hochkarätiges Spiel, aber doch spannend für die Zuschauer. Die schwere Verletzung von Sören Südmeier trübt den Eindruck natürlich. Ich finde, dass wir zum Schluss durch die Unkonzentriertheiten einen Punkt verloren haben. Dennoch ist der Punkt einiges wert, denn gegen Melsungen wird das nicht vielen Mannschaften gelingen.“

Michael Roth: „Ich denke, dass das Resultat nicht ganz unverdient war. Immerhin haben wir 50 Minuten lang mit großem Einsatz das Spiel offen gehalten. Zwischenzeitlich hatten wir große Probleme, die GWD-Abwehr zu knacken. Nach dem Final Four war es heute sehr schwer für uns. Ich denke, dass der Punkt beiden Mannschaften hilft.“

Torschützen GWD: Yves Kunkel (5), Aleksandar Svitlica (5/3), Nenad Bilbija (4), Dalibor Doder (4), Oliver Tesch (4), Moritz Schäpsmeier (3), Sören Südmeier (2), Christoffer Rambo (1).
Im Tor: Jens Vortmann (1.-60. mit 14 Paraden, davon 1 Siebenmeter).

Torschützen MT: Michael Allendorf (6), Johannes Sellin (5/5), Patrik Fahlgren (4), Malte Schröder (4/1), Anton Mansson (3), Jonathan Stenbäcken (2), Nenad Vuckovic (2), Michael Müller (1), Philipp Müller (1).
Im Tor: Mikael Appelgreen (1.-22. und 31.-60 mit 12 Paraden), Per Sandström (22.-31. mit 2 Paraden).

Spielfilm: 2:3 (5.), 3:6 (10.), 7:8 (15.), 10:10 (20.), 13:13 (25.), 15:15 (30.), 17:19 (35.), 20:20 (40.), 22:21 (45.), 25:22 (50.), 26:24 (55.), 28:34 (60.).

Strafminuten: Rambo (22.), Svitlica (30.), Oechsler (44.), Torbrügge (56.) – Kubes (26.), Sellin (56.).
Zuschauer: 2.540

Schiedsrichter: Andreas und Marcus Pritschow

 

 

 
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