„Die Rübe muss mitspielen“
Allgemein | 18. Aug 2015

Die deutsche Jugend-Nationalmannschaft ist bei der U19-WM nach einer durchwachsenen Vorrunde enttäuschend auf dem 17. Rang gelandet. Den sogenannten „President´s Cup“ (Platz 17-24) konnten die Jungs für sich entscheiden. Trainer Christian Schwarzer stellt aber klar: „Der President´s Cup kann nicht das Niveau sein, auf dem wir uns bewegen wollen.“

Nach der knappen Niederlage gegen Ägypten starben die Hoffnungen der DHB-Auswahl auf das Achtelfinale. Ein Unentschieden hätte den Deutschen schon gereicht. „Wir haben das Spiel in der ersten Halbzeit verloren, weil wir nicht an die Leistungen der Begegnungen gegen Norwegen und Spanien anschließen konnten“, meint der Trainer. In der 18. Minute konnte sich Ägypten erstmals mit vier Toren absetzen und diesen Vorsprung auch bis zur Pause halten. In der zweiten Halbzeit kam die deutsche Auswahl den Nordafrikanern gefährlich nahe und konnte in der 55. Minute ausgleichen. Leider konnte Ägypten die Schlusssekunde nutzen und mit einem Treffer davonziehen. So ging das Spiel mit 23:24 verloren.

„Wir haben ein mentales Problem. Die Rübe muss mitspielen“, betrieb Christian Schwarzer anschließend Ursachenforschung. Das könne man an den teilweise sehr hohen Ergebnissen sehen, vor allem auch an dem Spiel gegen Polen. Hier konnte sich das Team nach der Niederlage gegen Ägypten freispielen und gewann hoch mit 45:19 (19:7).

Im letzten Spiel traf die deutsche Auswahl auf den aus der Vorbereitung bekannten Gegner Katar. Im Trainingslager für die WM in Katar spielten die beiden Teams zweimal gegeneinander und beides Mal siegte Deutschland. Auch in der dritten Begegnung konnte sich der Jugend-Nationalkader durchsetzen. Das Spiel wurde mit 29:27 (18:11) am Ende knapp gewonnen. Gegen Katar habe seine Mannschaft zwei Gesichter gezeigt, so Christian Schwarzer. „Gut war, dass die Jungs es wieder geschafft haben, mit sieben oder acht Toren davonzuziehen. Nicht so gut war, dass wir nicht in der Lage sind, eine solche Begegnung entspannt nach Hause zu bringen. Immer wieder schleichen sich unnötige Unzulänglichkeiten ein“, sieht der Coach das Spiel trotz des Erfolges kritisch an.

Für die beiden Mindener Joel Birlehm und Marian Michalczik heißt es jetzt, wieder zurück in den Alltag zu kommen und die vielen neuen Eindrücke verarbeiten. Ein internationales Turnier hat den beiden sicherlich sowohl spielerisch als auch menschlich viel abverlangt. Sie wurden zu einem festen und wichtigen Bestandteil der Jugend-Nationalmannschaft. Auf Marians Konto stehen nach insgesamt 7 Spielen 16 Turniertore.

©  GWD Minden – ida

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