Das Derby steigt am zweiten Spieltag
Saison 14/15 Spielberichte | 28. Aug 2014

In der vergangen Saison mussten die Mindener Anhänger zwei knappe, und somit sehr bittere, Niederlagen verkraften. Jeweils mit einem Tor Unterschied konnten sich die Handballer aus der Nachbarstadt um Trainer Dirk Beuchler gegen die Sieben von Goran Perkovac durchsetzen. In den zwei Begegnungen war Ales Pajovic auf Seiten der Nettelstedter mit 13 Treffern bester Derbyschütze. Für GWD war Nenad Bilbija mit 16 geworfenen Toren Top-Torschütze der vergangenen zwei Partien. Unvergessen auch sein Siegtreffer in letzter Sekunde im Heimspiel der Saison 2012/13, den der Rückraumlinke nach einem Freiwurf in das Netz der Gäste schweißte. Gerade seine einfachen Tore wurden schon gegen Wetzlar schmerzlich vermisst und werden auch im Derby nicht weiterhelfen können, da sich der großgewachsene Rückraumspieler im Aufbautraining nach einem Kreuzbandriss befindet.

Neben ihm fällt auch Sören Südmeier weiterhin aus. Dass mit Dalibor Doder nun auch der zweite etatmäßige Mittelmann die Segel streichen muss, ist eigentlich nicht zu kompensieren – wenn ein Derby nicht seine eigenen Gesetze hätte. „Dalibor wird seine Zeit bekommen, um wieder komplett fit zu werden, da wir keine längere Verletzung provozieren wollen“, erklärt GWD-Coach Goran Perkovac das weitere Vorgehen. Am vergangenen Wochenende hatte Florian Freitag, nach starken Leistungen während der Vorbereitungsphase, seine Chance auf der Mittelposition erhalten. Sein „Backup“ für das Derby könnte Christopher Kunisch sein, der aus der Reservemannschaft in den Kader aufrücken wird. Auch wenn das Derby für die Fans beider Lager etwas ganz Besonderes ist, sieht der Mindener Coach das Spiel professionell: „Im Endeffekt ist es ein Spiel, bei dem es um zwei Punkte geht. Die besondere Stimmung kommt von der Kulisse. Natürlich wird es ein sehr kampfbetontes und emotionales Spiel.“

Am ersten Spieltag der Saison 2014/15 konnte der Gastgeber mit einem 30:25-Auswärtsieg in Erlangen optimal in die Saison starten. Überragender Akteur war Mittelmann Drago Vukovic, der Kopf der Mannschaft, der mit acht Toren sowohl im Angriff, als auch in der Abwehr, überzeugte. Obwohl die Mannschaft vom Wiehen sehr geschlossen und ausgeglichen aufgestellt ist, ragt der Spielmacher, der sich in der nächsten Saison den Füchsen Berlin anschließt, immer wieder aus dem Ensemble heraus. Für den Mindener Abwehrverbund lautet die voranginge Divise, die Kreise von Vukovic einzuengen und seine spielerische Klasse damit zu limitieren. Auch auf Jens Schöngarth, der von Rückraumrechts für mächtig Torgefahr sorgt, ist zu achten. „Ich habe schon viele Derbys miterlebt. Natürlich sind wir dieses Mal der Außenseiter. Aber das Schöne im Sport ist, dass auch Außenseiter immer eine Chance haben“, gibt GWD-Manager Horst Bredemeier eine kurze Aussicht auf das Spiel.

Auch in Lübbecke ist man derweil nicht von Verletzungen verschont geblieben. Verzichten muss das Team auf Neuzugang und Vukovic-Backup Niclas Pieczkowski, der sich ein Bänderriss im Knöchel zugezogen hatte. Nur ein kleines Fragezeichen steht noch hinter den Einästzen von Ramon Tauabo (Knieblessur) und Ales Pajovic (Rückenprobleme). „Lübbecke hat einen kleinen Vorsprung, denn sie haben eine Truppe, die gut eingespielt ist und in der Abwehr sehr physisch zu Werke geht. Sie haben seit drei Jahren ein bestimmte Spielidee und wollen diese dem Gegner aufdrängen. Wenn wir es schaffen, unser Konzept durchzusetzen, werden sie große Probleme bekommen und wir könnten gewinnen“, hat Trainer Perkovac ein Grundsatz-Rezept für das Derby parat. „Alle Spieler werden top-motiviert in das Spiel gehen und hundertprozentigen Einsatz zeigen“, so der Trainer weiter.

Bereits am Tag nach dem Derby geht es für die Dankerser bereits zum nächsten Auswärtsspiel in Richtung Balingen. Dort treffen die Grün-Weißen am Sonntag auf die gastgebende HBW. „Wir werden Samstag anreisen und uns am Abend auf den Gegner vorbereiten. Natürlich sind alle Gedanken erst einmal bei dem Spiel in Lübbecke. In Balingen werden wir uns vorrangig auf unsere individuellen Qualitäten verlassen müssen“, so Perkovac. An das Auswärtsspiel der vergangenen Saison auf der schwäbischen Alb haben die GWD-Verantwortlichen positive Erinnerungen. Mit dem 26:26-Remis konnte damals der Klassenerhalt endgültig gesichert werden.

©  GWD Minden – lha

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