Auswärtserfolg beim Carstens-Debüt
Saison 14/15 Spielberichte | 28. Feb 2015

Mit Spannung hatte man darauf gewartet, welche Startformation Neu-Trainer Frank Carstens in der Arena Nürnburg ins Rennen schicken würde., doch viele Überraschungen gab es nicht. Aleksandar Svitlica, im letzten Spiel mit 11 Treffern immerhin erfolgreichster GWD-Spieler, musste mit einer Adduktorenverletzung passen, dafür begann Moritz Schäpsmeier auf der rechten Außenbahn. Am Kreis feierte Marco Oneto nach einer Wadenverletzung sein Comeback.

Obwohl Frank Carstens nach der Partie immer wieder betonte, dass es „gar nicht so souverän war, wie es aussah“, lagen die Grün-Weißen nur zu Beginn der Partie im Rückstand und gaben die Führung nach dem 2:1 (3.) durch Moritz Schäpsmeier nicht mehr her. Grundlage des Erfolges war eine sehr aggressive und offensive Abwehr mit einem überragenden Gerrie Eijlers im Tor. „Es war gar nicht einmal die Anzahl der Bälle, die er gehalten hat. Er hat einfach in den entscheidenden Phasen für die nötigen Impulse gesorgt“, betont Carstens wie wichtig sein Keeper für den Erfolg in der Arena Nürnberg war. Auf der anderen Seite war Nikolas Katsigiannis ein Sinnbild für die Verunsicherung, mit der sein Team in der so wichtigen Partie auftrat. Nur dreimal konnte sich „Katze“ vor der Pause auszeichnen und fand dabei einfach nicht ins Spiel.

Während bei den Gästen die Abwehrarbeit durchweg gut funktionierte, ließ man im Angriff in einigen Phasen die letzte Konsequenz vermissen. Doch obwohl es einige Male so aussah, als sollte die Führung der Mindener in Gefahr sein, wendete sich das Blatt immer wieder zum Guten. Fehler der Gastgeber und entscheidende Paraden von Gerrie Eijlers spielten den Ostwestfalen ebenso in die Karten wie einige Treffer, die die Grün-Weißen selbst unter größter Bedrängnis erzielten. So behielten das GWD-Team selbst dann die Nerven als der Vorsprung von zwischenzeitlich acht Toren (16:8) auf vier Treffer zusammenschmolz.

Mit zunehmender Spieldauer wurde deutlich, welch hohen Aufwand das Team bislang betrieben hatte und die Kräfte schwanden merklich. Nach 40 Minuten brachte eine Reihe von Zeitstrafen Unruhe in die Partie und das GWD-Team etwas aus dem Konzept. Aber die verkrampft aufspielenden Hausherren, konnten daraus kein Kapital schlagen. Als Miladin Kozlina fünf Minuten vor dem Abpfiff den letzten Treffer für seine Farben markierte, brachte er damit den Erfolg der letztlich abgeklärteren Mannschaft unter Dach und Fach.

„Die Stimmung war schon vor dem Spiel sehr positiv und optimistisch. Heute hat einfach vieles von dem geklappt, was wir uns vorgenommen hatten. Man hat gemerkt, dass wir immer an unsere Chance geglaubt haben“, freut sich der verletzte Sören Südmeier über zwei immens wichtige Punkte für seine Mannschaft.

Stimmen zum Spiel:
Frank Carstens: „Ich denke, das war ein typisches Spiel im Abstiegskampf. Beide Mannschaften hatten gute und schlechte Phasen. Unsere Stärken hatten wir ganz klar zu Beginn des Spiels. Nach der 40. Minute haben wir im Angriff nachgelassen und uns durch Zeitstrafen aus dem Konzept bringen lassen. Wir können uns bei unserem Torhüter Gerrie Eijlers bedanken, der auch Abwehr einen gehörigen Schub gegeben hat. Die Mannschaft hat die Vorgaben gut umgesetzt. Das macht uns Mut, aber es war nur der erste Schritt heute und es liegt noch viel Arbeit vor uns.“

Frank Bergemann: „Wir haben uns heute sehr viel vorgenommen. Unsere Probleme lagen vor allem im Angriff, wo wir die Konsequenz haben vermissen lassen. Da haben Unsicherheit und Nervosität eine Rolle gespielt. Vieles konnten wir dann nicht umsetzen. Aber die Mannschaft hat den Kopf nicht hängen lassen und auch mit viel Leidenschaft weitergespielt. Es ist uns nicht gelungen, den Gegner zu verunsichern.“

Torschützen GWD: Aljoscha Schmidt (6/3), Arne Niemeyer (4), Dalibor Doder (3), Miladin Kozlina (3), Christoffer Rambo (3), Moritz Schäpsmeier (3), Christoph Steinert (1).
Im Tor: Gerrie Eijlers (1.-60. mit 18 Paraden).

Torschützen HCE: Ole Rahmel (4/1), Martin Stranovsky (4), Nikolai Link (3), Nicolai Theilinger (3), Jonas Link (2), Oliver Hess (1), Sigurbergur Sveinsson (1), Jonas Thümmler (1).
Im Tor: Nikolas Katsigiannis (1.- 30. und 45.- mit 8 Paraden, davon 1 Siebenmeter), Jan Stochl (30.-45. mit 2 Paraden)

Spielfilm: 1:3 (5.), 3:5 (10.), 4:7 (15.), 6:8 (20.), 7:10 (25.), 8:13 (30.), 8:16 (35.), 11:16 (40.), 14:19 (45.), 16:20 (50.), 18:22 (55.), 19:23 (60.).

Strafminuten: Niemeyer (22.), Kozlina (38., 53.), Oneto (40.), Torbrügge (49.) – Lind (24.), Murawski (25.), Preiß (31.), Stranovsky (40.).
Zuschauer: 3.259

Schiedsrichter: Fabian Baumgart und Sascha Wild

© GWD Minden – bra

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